HALTEBEDINGUNGEN für ALPAKAS
Alpakas
sind grundsätzlich unkompliziert in der Haltung.
Die extremen Bedingungen im ungeschützten
Hochgebirge bei Temperaturen von der glühenden Mittagssonne bis hin zu
nächtlichen Minusgraden ergaben eine natürliche Auslese unter den Vorfahren
unserer heutigen Alpakas.
Das
europäische Klima ist für die Alpakas kein Problem. Wichtig sind Schattenplätze
im Sommer und trockene Liegeflächen bei Regen.
Auf
einem Hektar Land können durchschnittlich etwa 10-15 Alpakas gehalten werden.
Neuweltkameliden sind reine Pflanzenfresser. Sie fressen vor
allem Gras und Heu, lieben es aber auch, an Gestrüpp, Zweigen, und Baumstämmen
herumzuknabbern.
Heu sollte Alpakas immer zur freien Verfügung
angeboten werden.
Das Rauhfutter
hat eine besondere Bedeutung bei der Verdauung und ist deshalb unverzichtbar in
der Fütterung. Besonders in den Wintermonaten ernähren sich Alpakas fast
ausschließlich von Heu. Allerdings nutzen sie jede Gelegenheit, auf der Wiese
noch schmackhaftes Grün zu finden.
Kraftfutter in jeder Form ist die
Ausnahme und sollte nur gezielt gefüttert werden, z.B. an hochträchtige und
säugende Stuten.
Um eine ausreichende Mineralversorgung zu erreichen, bietet man Alpakas Mineral-Lecksteine (speziell für Kameliden) an, an denen die Tiere eigenständig ihren Mineralstoffhaushalt regulieren können.
Der individuelle
Körperzustand soll regelmässig durch abtasten (Rückgrat) geprüft werden, der
üppige Wollbehang lässt keine sichere visuelle Einschätzung zu.
Frisches Wasser zur freien Verfügung ist
eine Selbstverständlichkeit in der Tierhaltung.
Alpakas
dürfen keinesfalls nur im Stall gehalten werden, regelmässiger Weidegang muss
unbedingt gewährleistet sein.
Vorzugsweise werden zugfreie und
wetterfeste Offenställe empfohlen. Ein trockener Liegeplatz ist wichtig für die
Tiere. Vor allem im Sommer müssen genügend Schattenplätze vorhanden sein.
Alpakas
sind Herdentiere mit sehr ausgeprägten sozialen Strukturen. Eine Einzelhaltung
ist daher nicht möglich!!
Alpakas können
gut mit anderen Tieren, wie z.B. Schafen, Pferden oder auch Rinder
vergesellschaftet werden, dies kann aber NIE ein Ersatz für eine fehlende Herde
sein!
In diesem Fall
ist der Entwurmung besondere Beachtung zu schenken. Alpakas benutzen gemeinsame
Kotplätze, sie verunreinigen nicht die ganze Weidefläche wie andere Tiere.
Alpaka-Weiden lassen sich auf verschiedene Weise
einzäunen. Geeignet sind Diagonal- oder Knotengittergeflechte und Holzzäune.
Eine Zaunhöhe von ca. 1.20 m gilt für Alpakas in der Regel als ausbruchsicher.
Es kommt selten vor, dass die Tiere versuchen, einen Zaun zu überspringen. Eher
ist darauf zu achten, dass sie sich nicht unter dem Zaun durchmogeln können, um
z.B. an das saftigere Gras auf der anderen Seite zu gelangen.